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LSC – Linde Synchron Control

06.04.2010

VT modular für mehr Leistung und freie Konfigurierbarkeit
Ventilbaukasten für Load Sensing-Systeme

Die erfolgreiche Load Sensing Technologie LSC wurde um die dritte Dimension erweitert: Neben den hoch integrierten Monoblöcken und Ventilträgern bietet das LSC-System jetzt einen modularen Baukasten mit frei konfigurierbaren Ventilgrößen und Funktionen. Vom Einzelventil mit einem Volumenstrom von max. 600 l/min bis zur Maximalkonfiguration für 12 Verbraucher. Das ist einzigartig bei Load Sensing Systemen.

Die Load-Sensing-Technologie „Linde Synchron Control“ (LSC) bewährt sich seit 25 Jahren als ideales Regelprinzip für anspruchsvolle hydraulische Anwendungen im offenen Kreislauf. Das Grundprinzip des Systems besteht darin, dass der Ölstrom entsprechend den aktuellen Druck- und Volumenanforderungen aufgeteilt und exakt eingeregelt wird. Wenn mehr Leistung angefordert wird als das System bereitstellen kann, bleibt der Volumenstrom in einem definierten Mengenverhältnis aufgeteilt, so dass alle Fahr- und Arbeitsfunktionen, die der Fahrer anfordert, auch ausgeführt werden. Ein Nachregeln und Abstimmen der einzelnen Verbraucher durch den Fahrer ist nicht erforderlich, der Bediener kann sich voll auf die Arbeitsaufgabe konzentrieren.

Die Ventiltechnik für diese flexible und komfortable hydraulische Steuerung war bislang in zwei Bauweisen verfügbar: als hochintegrierter Monoblock, der sich vor allem für große Stückzahlen mit identischen Funktionalitäten eignet, und als VT integriert, bei dem eine Grundplatte, die alle zentrale Funktionen enthält, mit Aufbauwegeventilen bestückt wird. Dieses System eignet sich für Maschinen mit bis zu neun hydraulischen Verbrauchern und einem Jahresvolumen im mittleren Bereich.

Neu ist jetzt, als dritte Variante, das VT modular-System. Seine Steuerplatten setzen sich aus Einzelkomponenten eines Baukastensystems zusammen und können somit optimal an die jeweilige Anforderung angepasst werden kann, ohne dass man anwendungsspezifische Ventilblöcke entwickeln und fertigen müsste.

Flexibel dank Baukastensystem: Beispielhafte VT modular-Steuerplattenkonfiguration für neun Verbraucher.

Der große Vorteil bei diesem System liegt in seiner Flexibilität: Die Steuerplatten können optimal passend für die jeweilige Anwendung konfiguriert werden und sind bei kurzer Lieferzeit ab Stückzahl 1 verfügbar.

Basis des Systems sind zwei verschiedene Grundträger – ein kleinerer für bis zu drei Funktionen, der größere für bis zu 12 Funktionen. Beide sind in rein hydraulischer oder elektrisch angesteuerter Version erhältlich. Hydraulische Ausführungen können auch über eine separate Vorsteuerleiste elektrifiziert werden.

Die Grundträger werden um Erweiterungs- und Funktionsmodule ergänzt; auch einzelne Wegeventile können an- bzw. aufgebaut werden. Primärfunktionen für den Load Sensing-Kreislauf wie zum Beispiel die Druckabsicherung sind je nach Ausführung integriert oder als Funktionsmodul aufrüstbar. Die Aufbauwegeventile, die die Hauptfunktionen der Anwendung versorgen, stehen in drei verschiedenen Nenngrößen zur Verfügung: VW18, VW25 und der neuen VW30. Sie können frei auf den Schnittstellen des Grundträgers positioniert werden. Anbauwegeventile in Sandwichbauweise versorgen die Nebenfunktionen. Die Ventileigenschaften sind durch Zwischenplatten und Aufbauplatten beeinflussbar.

Das neue Aufbauwegeventil VW30 versorgt die Hauptfunktionen der Anwendung im Load Sensing-Kreislauf. Es eignet sich für Volumenströme bis 600 l/min.

Das neue VT modular-System eignet sich für Load Sensing-Kreisläufe mit Volumenströmen einzelner Verbraucher bis 600 l/min. Linde Hydraulics zielt damit auf Anwendungen bis in hohe Leistungsklassen mit entsprechend hohem Bedarf einzelner Verbraucher sowie auf den wachsenden Markt von mobilen Spezialmaschinen, die in eher kleinen Stückzahlen gefertigt werden.

Bislang mussten Hersteller dieser Maschinen entweder relativ aufwändig einen Hydraulikblock konstruieren lassen, mit dem alle gewünschten Funktionen ausgeführt werden können, oder aber eine Standardlösung wählen und dann Abstriche bei der Leistung und den Funktionalitäten machen. Nun können sie aus einem hydraulischen Steuersystem auswählen, das ihnen individuelle Funktionen zur Verfügung stellt, dank des Baukastensystems aber mit geringem Aufwand aus bewährten Serienkomponenten konfiguriert und gefertigt wird. Zudem können mit dem System schnelle Prototyp-Lösungen geschaffen und Produktentwicklungszeiten der Kunden verkürzt werden. Der Hersteller profitiert somit von bewährter Funktionalität und Effizienz bei wesentlich mehr Flexibilität und einem erweiterten Leistungsspektrum.

Aus Sicht des Maschinenanwenders bietet LSC klare Vorteile, weil die Load Sensing-Technik deutlich geringere Verlustleistungen aufweist als Open center-Systeme. Das Ergebnis sind Kraftstoffersparnis und höhere Umschlagleistung. Dies macht sich vor allem bei Maschinen mit komplexen Arbeitsaufgaben und wechselnden Einsätzen bemerkbar: Messungen bestätigen hier einen Effizienzvorsprung von rund 10%, weil der benötigte Druck und die benötigte Menge immer bedarfsgerecht und im optimalen Arbeitspunkt zur Verfügung gestellt werden. Somit wird die Antriebsleistung effizient genutzt, und das System verschwendet keine Energie. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der intuitiven, lastunabhängigen Bedienung, die durch das Load Sensing-Prinzip möglich wird. Daher erzielen Maschinen mit LSC-Systemen hohe Umschlagleistungen, und die Maschinenbesitzer sparen gleich doppelt: erstens Treibstoff und zweitens Arbeitszeit.

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